Mythos Teufelsberg?

In der heutige Ausgabe des Tagesspiegels (11. Juni 07, Seite 12) tönt es sehr spektakulär: "Speers Geheimnis unter dem Teufelsberg" - und es wird über den Verein Berliner Unterwelten berichtet, der einen Schacht graben will, um einen möglichen Bunker unter dem zugeschütteten NS-Bau zu erforschen. Das ist vielleicht gar nicht mal so dumm, weil es immer wieder Gerüchte über das Gebäude gibt, die dann endlich aufgeklärt würden. Z.B. haben wir in unserer Siedlungszeitung MITTEILUNGEN 1/2004 einen Augenzeugen zu Wort kommen lassen, der folgendes berichtete: "Nach dem Krieg spielten wir nach der Schule oft in der Bauruine, die aber schon ziemlich fertig war. Circa drei Stockwerke standen schon und waren imposant mit riesigen Natursteinen verblendet. Innen gab es zahlreiche Treppenhäuser und einige große Räume - offenbar Kinosäle - waren schon fast fertig gestellt. An den Decken sah man großflächige Hakenkreuze auf goldenem Grund: Alles Mosaiken."
Nach dem Krieg war allerdings in das Gebäude auch die Post eingezogen und was die dort entfernt hat und was nicht, wissen wir nicht. In der Festschrift zum 75. Jubiläum der Siedlung Heerstraße findet sich übrigens auch ein Beitrag über die Wehrtechnische Fakultät. Nun darf man gespannt sein, wie der Unterweltenverein den Rest des Mythos aufklärt.
schue - 2007.06.13, 10:18