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04 Geschichte

Der 9. November . . .

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ein --> geschichtsträchtiger Tag . . .
von Napoleon bis zum 20. Jahrestag des Mauerfalls.


Auch die Präsentation von "Juden in Charlottenburg" - ISBN 978-3-938414-50-7 - fand gestern im Jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße statt.

Zitat: . . . wird das Gedenkbuch für die aus dem Bezirk Charlottenburg deportierten und ermordeten bzw. durch Freitod aus dem Leben geschiedenen Juden erscheinen. Durch Zeitzeugenberichte, Briefe, Fotos, Biographien, Aktenauszüge soll jüdisches Leben in der Vergangenheit, sollen Einzelschicksale sichtbar werden und damit der heutigen Generation und künftigen Generationen Mahnung und Erinnerung sein. Durch Berichte über das gegenwärtige jüdische Leben im Bezirk soll deutlich werden, dass die Nazis trotz allem ihr Ziel, alle Juden zu vernichten, nicht erreicht haben. Angesichts der Tatsache, dass aus den (alten) Berliner Bezirken Charlottenburg und Wilmersdorf über 13.000 Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgebracht wurden, dass bisher durch ein 1987 erschienenes Gedenkbuch nur der Wilmersdorfer Juden gedacht wurde und in den meisten Berliner Bezirken bereits Gedenkbücher erschienen sind, ist es an der Zeit, dies endlich für den Bezirk Charlottenburg nachzuholen. Im Gedenkbuch soll durch die den Wohnadressen zugeordneten Namen der Opfer gedacht werden.

18.10.1941 / 1251 JUDEN / BERLIN - LODZ

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Klicken Sie hier auf -> Artikel lesen

GLEIS 17

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Bahnhofsgebäude / Portal von 1899 mit Flügelrad. Seit 1884 trägt der Bahnhof diesen Namen. In den 20er Jahren errichtete man die Siedlungen Eichkamp und Heerstraße im Dreieck der Bahnhöfe: Heerstraße, Eichkamp und Grunewald. Das gleichnamige Villenviertel existierte bereits auf der östlichen Seite der Bahntrasse.

Was nahmen die Bewohner beidseits von Gleis 17 in der nationalsozialistischen Zeit von den Deportationen wahr? In Eichkamp wird seit Jahren nachgeforscht - hier lebten seinerzeit in über siebzig Häusern Nachbarinnen und Nachbarn, die als Juden verfolgt wurden. Über zweiundzwanzig Einzelschicksale konnten bisher veröffentlicht werden.



ERGRIFFEN, STILL, FASSUNGSLOS . . .


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Der aufmerksame Besucher des Bahnhofs wird auf seinem Weg mehrere Mahnmale finden. Ein kleines befindet sich auf dem Vorplatz, am 18. Oktober 1987 von einer Frauengruppe errichtet - auf der Messingtafel steht:

18. Oktober 1941
Im Gedenken an die Menschen,
die von diesem Bahnhof
deportiert wurden.




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Auf den ersten Blick wirkt das Ganze etwas unscheinbar für die dreieinhalb Jahre andauernden, sinnlosen, menschenverachtenden Tragödien, die vom Bahnhof Grunewald Richtung Konzentrations- und Vernichtungslager ihren weiteren Verlauf nahmen.



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Betreten Sie die zwei langen, eisernen, mahnenden, Bahnsteige von Gleis 17 . . .
Sie lesen: AUSCHWITZ, LODZ, RIGA, THERESIENSTADT, WARSCHAU . . .
die Zahlen der deportierten jüdischen Berliner Bürger . . .

17 000 von ihnen wurden von hier in die "Todesfabrik Auschwitz" gefahren . . .



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Bronzetafel, eingeweiht am 3. April 1987 - ehemals am Stellwärterhaus montiert.

Die hebräischen Schriftzüge lauten:

ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DER VERNICHTUNG

und die in deutscher Sprache:

ZUM GEDENKEN AN ZEHNTAUSENDE JÜDISCHER
BÜRGER BERLINS, DIE AB OKTOBER 1941
BIS FEBRUAR 1945 VON HIER AUS DURCH
DIE NAZI-HENKER IN DIE TODESLAGER
DEPORTIERT UND ERMORDET WURDEN



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Am 27. Januar 1998 wurde das weitläufige MAHNMAL GLEIS 17 der Öffentlichkeit übergeben. Regelmäßig besuchen seit dem Menschen aus aller Welt die Gedenkstätte.


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Der erste Transport vor 68 Jahren . . . 18.10.1941 / 1251 JUDEN / BERLIN - LODZ

Für jeden weiteren Deportationszug liegt ein aus Eisen gegossenes Mahnmahl auf dem Bahnsteig. Nachdenklich laufen Sie darüber, versuchen hilflos nachzuempfinden was damals hier jahrelang geschah . . .



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An der Rampe / Auffahrt zum ehemaligen Güterbahnhof. Enthüllt am 18.Oktober 1991 - eine Betonmauer mit Negativabdrücken menschlicher Körper und eine Stehle mit erklärender Bronzetafel. Die Inschrift lautet:

Zum Gedenken an die
mehr als 50 000 Juden Berlins,
die zwischen Oktober 1941 und
Februar 1945 vorwiegend
vom Güterbahnhof Grunewald aus
durch den nationalsozialistischen
Staat in seine
Vernichtungslager derportiert
und ermordet wurden.

Zur Mahnung an uns,
jeder Mißachtung des Lebens
und der Würde des Menschen
mutig und ohne Zögern
entgegenzutreten.

Ein neues Buch

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. . . Stephan Brandt führt den Leser sowohl durch Alt- und Neu-Westend als auch durch Fürstenbrunn, Pichelsberg und die Siedlungen Ruhleben, Heerstraße und Eichkamp, die vor einigen Jahren zum Ortsteil Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf zusammengefasst wurden. Auch wenn sich viele Bewohner der einzelnen Siedlungen keineswegs als Westender verstehen, belegen die im Buch vorgestellten Entwicklungen die enge Vernetzung der Bereiche.

Mit über 200 bisher weitgehend unveröffentlichten alten Ansichten . . .


Und die Eichkamp-News meldet: Gerüchten zufolge soll der Autor auf dem Straßenfest am Samstag signierte Exemplare verkaufen - am Bücherstand . . .

siehe auch hier

17 weitere Stolpersteine

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werden heute in der Siedlung-Eichkamp eingesetzt -

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näheres erfahren sie demnächst in den Eichkamp-News und auf dem Straßenfest.

Im April 2006 wurde hier im Blog nachgefragt ob die Siedlung-Heerstraße auch denkwürdige Plätze für Stolpersteine hätte, verlegt werden konnte bisher wohl noch keiner.


Orts-Nachtrag zu den Fotos oben: Waldschulallee 7
Wenn sie mehr über Stolpersteine wissen möchten klicken sie auf:

EIN KUNSTPROJEKT FÜR EUROPA
VON GÜNTER DEMNIG

Venezianische Gondel auf dem Lietzensee?

Wovon so manche Leute träumen - hier könnte es Wirklichkeit werden: Eine Bootsanlegestelle am Liezensee ist schon da, nun muss noch eine Gondel her.

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Diese Bemerkung war ein Höhepunkt bei der Führung durch das Haus "See-eck" Lietzensee Ufer 10, die vom Lietzenseeverein am 7. Januar angeboten wurde. Das Haus in seinen Schlossdimensionen mit viel Marmor und Stuck wurde 1900 von der Terrain-Gesellschaft erbaut und war für den Besitzer, einen Kommerzienrat, eigentlich vor allem eine Stadtrepräsentanz, während das Familienleben in den Häusern in Zehlendorf stattfand. Veit Jost ist ein Nachfahre des Erbauers und ein exzellenter Kenner der Geschichte dieses ungewöhnlichen Hauses, das zur Zeit die Belle Etage zur Miete anbietet: 512 Quadratmeter auf ca. 14 Zimmer verteilt. Eine echte Stadtwohnung, eben typisch Charlottenburg.

Abschied

Die folgenden Fotos schoss ich am Samstag in 3sat.

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„T-Berg“ in Grönland . . .

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1989 verlassen von den Amerikanern - wie die Bilder sich gleichen.


Und: Abschied vom Winter wäre doch jetzt genau richtig - oder?

Lassen Sie uns noch ein Mal vom Teufelsberg rodeln - klicken Sie einfach auf -> LOS
und ab geht die Fahrt. Dank an Florian S.

Erster Stolperstein in Eichkamp verlegt

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Vor dem Haus Eichkatzweg 33 wurde am 2. Oktober ein Stolperstein für Cordelia Edvardson verlegt. Sie war die Tochter der Schriftstellerin Elisabeth Langgässer und kam als 14-jährige ins KZ Theresienstadt, das sie überlebte. In der bewegenden Biografie "Gebranntes Kind sucht das Feuer" hat Cordelia Edvardson ihr Leben in Eichkamp beschrieben. Ihre Tochter kommt am 7. Oktober ins Forum Eichkamp (19.30 Uhr).
Auch in der Siedlung Heerstraße wurde schon überlegt, ob auch hier Stolpersteine zum Gedenken an durch die Nationalsozialisten verschleppte jüdische Nachbarn gesetzt werden sollen. Ein erster Schritt war eine Bestandsaufnahme von Adressen ehemaliger Nachbarn jüdischen Glaubens im 2006 erschienenen Buch "zwischen Funkturm und Grunewald ..." (S. 90-91 "Adressen mahnen").

Eichkamp - wo?

Jedenfalls ist nicht die Siedlung in unserer Nachbarschaft gemeint.

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Hier zeigt sich eine Eichkamp (Straße) im Ruhrgebiet im Dortmunder Norden. Eine traditionelle Arbeitersiedlung zwischen Stahlwerken und Zechen. Woher hier der Name Eichkamp kommt und sogar die nächste Straße Grunewald heisst - das wüssten wir gerne.

Planungen von Albert Speer . . .

WTF
Geplante Wehrtechnische Fakultät

. . . im Umkreis der Siedlungen Eichkamp und -Heerstraße. Wolfgang Haney berichtet anhand von Dokumenten aus seiner Sammlung im Forum Eichkamp. Dienstag, 8. April, Einlaß ab 19:30h (Start 20:00h) im Gemeindehaus Eichkamp, Zikadenweg.

Siehe auch in den Eichkamp-News und bei Wikipedia oder hier! und hier!

Luftbild1945
Luftbild von 1945 - siehe unten Nr. 4 © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Speer-Unistadt-1-7
1 Olympiastadion - 2 neue Universitätsstadt, rund um den Scholzplatz -
3 Teufelsseechaussee - 4 Wehrtechnische Fakultät - 5 Siedlungen Heerstraße & Eichkamp - 6 neue Straßenachse vom Mussolini-Bahnhof (S-Bhf.-Heerstraße) -
7 Stößensee

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Lesermails / -kommentare

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Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100 - am 23....
Nemo (Gast) - 2009.11.11, 08:33
Für das Projekt
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macroha - 2009.10.09, 19:21
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Bei uns in Coburg gab es auch diese tolle Aktion. Ergebnis:...
DerSilberneLoeffel (Gast) - 2009.10.09, 18:45
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macroha - 2009.10.03, 09:19
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bege (Gast) - 2009.09.30, 15:49
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Da kann man nicht meckern: Besorgte Nachbarn beobachten...
schue - 2009.09.30, 11:07
Danke
für die tolle Spielidee, es war ein richtig schönes...
E18 (Gast) - 2009.09.22, 11:06
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Ev. Kirchengemeinde Neu-Westend Eichenallee 47 - 53...
macroha - 2009.09.20, 21:04
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-sb (Gast) - 2009.09.20, 20:07
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