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06 Kummerkiste

Offener Brief aus dem

Cha-Wi_SoGeUmVerk

Sehr geehrte Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Heerstrasse,

durch die Bürgerinformationen im „Kurländer“ wurde ich auf den Drogenhandel und Drogenkonsum im Bereich des S-Bahnhof Heerstrasse aufmerksam. Ich habe daraufhin mit der Polizei, der Schule und dem Drogenhilfeprojekt Fixpunkt Kontakt aufgenommen. Bevor ich Ihnen die Gesprächsergebnisse übermittle, möchte ich Ihnen einige allgemeine Informationen zur Drogenproblematik im Bezirk geben:

Drogenhandel und –konsum tritt schwerpunktmäßig entlang von S- und U-Bahnen, besonders an Umsteigeverbindungen auf. Sowohl Süchtige als auch Händler sind mobil und flüchtig. Sobald verstärkte Maßnahmen an einem Ort stattfinden, ziehen sie sich an andere Stellen zurück. Aufgrund der besonderen Problematik am Bahnhof Zoo und anderen Innenstadthaltestellen finanziert das Bezirksamt das niedrigschwellige Drogenhilfeprojekt Fixpunkt. Der Träger betreibt einen umgebauten Bus am Bahnhof Zoo, bei dem unter hygienischen Bedingungen Drogen konsumiert werden und den Abhängigen Hilfeangebote unterbreitet werden. Bei Bedarf wird der Bus auch an anderen Standorten eingesetzt. Außerdem nehmen Sozialarbeiterinnen z.B. in den U-Bahnen gezielt Kontakt auf, um Unterstützung anzubieten. Die Zusammenarbeit mit der Polizei funktioniert sehr gut.

Sowohl Polizei als auch Fixpunkt sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um schnell reagieren zu können. Fixpunkt bietet Unterstützung an und bittet um telefonische Kontaktaufnahme mit Herrn von Ploetz, Tel. 6932260. Die streetworker werden in dieser Woche bei Ihnen vor Ort sein. Die Problematik war bisher noch nicht bekannt.

Seitens der Polizei war das örtliche Drogenproblem grundsätzlich bekannt, allerdings gab es keinen Drogentoten im Grunewald. Dies sei glücklicherweise eine Falschmeldung. Seit dem 17.9. wird vor Ort ermittelt. Vermutlich aufgrund der derzeit eingestellten S-Bahn-Strecke konnte allerdings kein Handel oder Konsum festgestellt werden. Der örtliche Polizeiabschnitt kann informiert werden unter 4664-222100.

Solange mit illegalen Drogen viel Geld verdient wird, kann die Problematik eingedämmt, aber nicht wirklich gelöst werden. Das ist die Erkenntnis aus über 30 Jahren Drogenpolitik. Einige Großstädte in Deutschland sind sogar dazu übergegangen, an schwerst Abhängige Heroin direkt zu vergeben, um die Lebensqualität der Süchtigen zu verbessern und den Handel auszutrocknen. In Berlin gibt es z.B. ein groß angelegtes Methadonprogramm und mehrere Konsumorte neben einer großen Zahl von Hilfeangeboten, die dauerhafte Abstinenz anstreben. Drogenabhängige sind in erster Linie Kranke und die eigentlich Kriminellen sind die Händler, die im Fokus der polizeilichen Ermittlungen stehen sollten.

Sofern die Problematik wieder auftreten sollte, kann ich Ihnen nur empfehlen, mit Fixpunkt Kontakt aufzunehmen. Der Träger verfügt über langjährige Erfahrung und hat bereits in anderen Bezirksteilen zur nachhaltigen Verbesserung der örtlichen Situation beigetragen.

Ich wünsche Ihnen weiter eine hohe Wohn- und Lebensqualität in Ihrem „Kiez“,

Martina Schmiedhofer
Stadträtin für Soziales, Gesundheit, Umwelt und Verkehr

Tote Hose S-Bahnhof Heerstraße - ein Dauerzustand?

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Man gewöhnt sich ja an alles, auch an den Skandal? Wann fuhren die letzten regulären S-Bahnen vom Bahnhof Heerstraße? Dass die Strecke noch nicht eingerostet ist, zeigte sich am Sonntag, als wieder Züge für die Fußballfans zum Olympiastadion eingesetzt wurden. Jetzt ist wieder der Normalzustand "stillgelegte Strecke". Wie lange noch? Die Presse hat das Thema zu den Akten gelegt. Und der Ersatzverkehr? Gestern um 22 Uhr war der Bus am Theodor-Heuß-Platz so voll, dass die Fahrertür verschlossen blieb, aber die Fahrgäste die Mitteltür stürmten. Nach der Sicherheit in einem mit Menschen vollgequetschten Bus fragt offensichtlich niemand.

S-Bahnchaos auch bei uns?

Kommt auf die Ziele an.

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Immerhin kann man ab S-Bahnhof Heerstraße bis Bahnhof Zoo fahren (aber eben nur alle 20 Minuten), oder mit dem Bus ab Heerstraße oder mit der U-Bahn ab Neu-Westend oder Theodor-Heuß-Platz (längerer Fußweg oder Kombi mit Bus). Zum Glück geht noch die Ringbahn ab Westkreuz im 10-Minutentakt (Anschluß über S-Bahn) oder Messe Nord (Anschluß mit Bus), dann laufen diverse U-Bahn-, Tram- oder Busverbindungen zu allen möglichen Stadtzielen. Ein Geduldspiel für flexible Leute. Aber bitte wieder den Normalzustand herstellen!

Straßenskandal

Wohin mit dem angekündigten kommunalen Investitionsprogramm? Bedarf ist zum Beispiel hier:

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In jedem Winter werden die Straßenrisse in der Sackgasse Soldauer Allee in der Siedlung Heerstraße immer größer. Und nun wird noch nicht einmal mehr Teer draufgegossen, wie in den Jahren zuvor. Wann wird hier gehandelt?

Denkmal für den "Kalten Krieg"?

Das fehlt uns noch in Berlin: der Eichkampblog zitiert einen Zeitungsartikel, nach dem ehemalige US-Militärs, die sich an die gute alte Zeit in der Abhöranlage auf dem Trümmerberg im Grunewald erinnern, diese Anlage als Denkmal für den Kalten Krieg erhalten wollen.

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Dieses Vorhaben konkurriert mit dem Plan einer Yogi-Universität. Andere wollen dort gar nichts mehr haben, sondern die Fläche vom Grunewald zuwachsen lassen. So gerät in Halbjahresabständen immer wieder ein neuer Plan für das Gelände in die Schlagzeilen, damit der Bürger das Gefühl hat, dort passiert demnächst was. Tatsächlich geschieht dort aber eine permanente Zerstörung, für die das hilflose Wort "Vandalismus" herhalten muss. Wer, wie, was, warum, wo genau zerstört, ist nicht klar, weil keiner genau hinsieht und vor allem sich hinzugehen traut. Wer oder was wütet da in dieser Ruine? Und die Außenhaut dieses Objekts aus Kalten Kriegstagen wird immer löchriger und dünner, bis die Anlage in sich zusammenfällt.

Winter schon vorbei?

Eine schöne Erinnerung an den Soldauer Platz in den letzten zwei Wochen:

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Das Foto von Wilfried Krämer hat das seltene Bild einer schneebedeckten Siedlung Heerstraße festgehalten. Jetzt schmuddelt das Tauwetter vor sich hin.

Mutwillige Baumzerstörung in der Neidenburger Allee

Wer macht sowas? Eine junge Birke wurde in der Neidenburger Allee zwischen den Hausnummern 54 und 55 offensichtlich mutwillig in der Dunkelheit gefällt.

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Kerstin Bröring vom Vereinsvorstand datiert die Tat auf den Samstagabend zwischen 17 und 18 Uhr. Hat jemand den Vorfall beobachtet? Der Schnitt sieht wie eine gezielte Aktion aus. Die Nachbarn sind traurig und empört über derartigen Vandalismus! Die herbeigerufene Polizei hat den Vorfall aktenkundig gemacht und nimmt eventuelle Zeugenberichte entgegen. Es bleibt zu hoffen, dass das Grünflächenamt den zerstörten Baum wieder ersetzen wird.

Die Durchgänge wachsen zu

in der Siedlung Heerstraße. Spaziergänger und Sportler, die in den Grunewald wollen, müssen sich vor den wild wuchernden Brennnesseln hüten.

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Schade, dass in diesem Jahr die "Grüne Hacke" ausfiel, denn mit dieser Aktion wurde das Unkraut im öffentlichen Straßenland immerhin frühzeitig in seinem Wachstum reduziert. Vielleicht sollte der Vorstand die Entscheidung nochmals überdenken, dass die Pflege der Durchgänge bei den direkten Anwohnern liegt und deshalb der Verein nicht dafür zuständig sei. Individuelle Eigeninitative ist aber immer schwerfälliger als Aktionen eines Vereins - der darin ja auch eine Funktion hat, Initiativen anzuleiten. Z.B. bin ich als permanenter Nutzer der Durchgänge auch bereit, diese Wege mit zu pflegen, und die "Grüne Hacke" war ja auch an vielen anderen Stellen in der Siedlung aktiv, wobei wiederum andere Nachbarn halfen. Wie soll es weitergehen?

Volksabstimmung / THF

Abstimmung-THF

78,3% der Berliner interessierten sich wenig für das Thema, gingen nicht zur Wahl oder kreuzten bei NEIN.

THF / Airport Berlin Tempelhof

Wie oft genießen wir am Wochenende unsere Terrasse oder die Gartenidylle ohne von den überwiegend einmotorigen Störenfrieden in der Luft genervt zu werden? Was haben sie über einer dicht besiedelten Großstadt zu suchen? Wie oft werden die vorgeschriebenen 600 Höhenmeter unterflogen? Wie oft drehen sie im Landeanflug auf Tempelhof noch schnell ein/zwei Runden um "unseren" Funkturm?

THF-Nein

Gehen Sie am Sonntag zur Volksabstimmung



Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung besteht ein viel höheres Absturzrisiko kleiner Maschinen - die eben oft von weniger erfahrenen Privatfliegern gesteuert werden. Der tödliche Absturz einer einmotorigen Beech-craft B 36 TC am 24. Mai 2001 (Himmelfahrt) war tragisch, aber kein Zufall: der Flughafen ist von dicht besiedelten Wohngebieten umgeben und Notlandeflächen außerhalb des Flughafengeländes sind nicht vorhanden. Das Sicherheitsrisiko ist deshalb sehr hoch.

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Lesermails / -kommentare

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Nemo (Gast) - 2009.11.11, 08:33
Für das Projekt
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macroha - 2009.10.09, 19:21
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DerSilberneLoeffel (Gast) - 2009.10.09, 18:45
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macroha - 2009.10.03, 09:19
Deal or no deal
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bege (Gast) - 2009.09.30, 15:49
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schue - 2009.09.30, 11:07
Danke
für die tolle Spielidee, es war ein richtig schönes...
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