09 Einblicke

Geschenke für Passanten? Wer nimmt sie mit?

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In der Boyenallee liegen seit einigen Monaten immer wieder verschiedene Dinge aus - demonstrativ auf ein Mauerpodest aufgestellt - die offensichtlich interessierte Abnehmer finden sollen. Dort standen schon russische Ikonenholzbilder (wohl nur eine Kopie aus DDR-Zeiten) oder neuerdings ein Vogelkäfig mit einem kleinen Blumengruß. Abnehmer finden sich offensichtlich nicht viele, jedenfalls stehen die Objekte ziemlich lange dort. Vielleicht wäre ein Schild mit dem Hinweis "zu verschenken" ein eindeutigerer Hinweis als das bloße Aufstellen. Andererseits scheint der Wert und das Interesse an diesen Dinge so gering, dass die Mülltonne bzw. die Entsorgung beim (z.T. kostenpflichtigen) BSR-Hof vielleicht die bessere Alternative wäre.

Unser Gelber Engel

Postbotin

oder Brief- und Päckchenzustellerin oder Briefträgerin? Die Kisten hinter ihr sind schon leer - sie wartet auf Nachschub. Den Inhalt von bis zu 10 solcher Container verteilt sie am Tag, beladen mit drei dieser Behälter wiegt ihr spezial Postzustellfahrrad dann schon mal bis zu 90 kg. Je nach Größe, 50 bis etwa 100 Briefe und / oder Zeitschriften pro gelber Box - rechnen Sie selbst was durch unsere Siedlung geschleppt wird. Und, wie viele Jahre trägt sie bei uns schon die Post aus - wissen Sie es?

1937 - Tanz der Diktatoren auf dem Bahnhof Heerstraße

Charlie Chaplin fand das Treffen offensichlich so amüsant, dass er die Szene zwischen Hitler und Mussolini im Studio in Hollywood für den Film "Der große Diktaktor" nachstellen ließ.

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Beim Eichkampforum am 8. April 2008 wurden Dokumente aus der Nazizeit vorgelegt, wie Hitlers Archtekt Albert Speer unsere heutige beschauliche Gegend fast in ein "NS-Bonzen-Wandlitz" umgewandelt hätte. Nach den Plänen für Germania wäre auch ein Hochschulcampus mit riesigen Ausmaßen entstanden. Davon war ein erster Bauabschnitt - die Wehrtechische Fakultät - noch einige Zeit nach dem Krieg als Rohbau erhalten und ist heute vom Teufelsberg überdeckt. Der Geschichtsabend wechselte zwischen Dokumentenbeschau von erstaunlich vielen privaten Sammlungen, Erinnerungen und Zeitzeugen (ich habe mit eigenen Augen gesehen ...) und Ansätzen von Geschichtsanalyse. Es wäre gut, dies zunächst einmal als einen Baustein für die Auseinandersetzung mit der Geschichte unseres Berliner Stadtteils zu sehen, denn die Geschichtsschreibung sollte weitergehen und für die jüngere Generation offen gehalten werden.

Etwa 1930 datiert das Original . . .

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der veröffentlichten Fotomontage. Wieder ein Besitzwechsel in unserer Siedlung. Baustelle in der Marienburger Allee - über Monate. Wir wünschen gutes Gelingen!

Die Baugrube

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ist ausgehoben. Es geht los in der Neidenburger Allee. Wir sind gespannt!

Ein ganz normaler Streiktag.

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Was haben wir doch vor Jahren gelästert über die chaotischen Streikverhältnisse in Italien oder Frankreich! Und nun wir hier im geordneten preußischen Berlin: Man liest beim Frühstück, dass die BVG streikt, man checkt schnell die Verkehrsverbindungen durch - was geht noch mit der S-Bahn, wo blockiert der BVG-Streik die täglichen Strecken? Dann schnell Telefonate, wer mit dem Auto mitgenommen werden will und wer die Arschkarte mit der Kombi von S-Bahn und den Restweg zu Fuß zurücklegen muss. Und so kam es: Ich war ganz entspannt, dass die S-Bahn für uns in der Siedlung Heerstraße den Weg zur Arbeit nicht bestreikt, aber in Lichtenberg fuhr die Tram nicht mehr und nun noch ein Weg von einer halben Stunde bis zum Büro. Aber bei der BVG-Zentrale (Ost) großer Streikauflauf für die Presse inszeniert und das so nette verdächtige Schild vor dem geschlossenen Bahndepot, das zeigt: Wenn in Deutschland gestreikt wird, müssen die Pförtner immer noch ihren Dienst tun oder frei nach Lenin: Wer in Berlin zur Revolution fährt, kauft ordnungsgemäß eine Bahnsteigkarte. So toskanisch wir gern den Rotwein schlürfen, so wenig sind wir richtig italienisch chaotisch!

Adventslichter in der Siedlung Heerstraße - es weihnachtet ein wenig, aber genug.

Also ehrlich, wenn man so von den Lichtkaskaden in manchen Grenzvororten zwischen Berlin und Brandenburg hört bzw. was man so in der Abenschau sieht - da sind doch unsere weihnachtlichen Lichtbotschaften in den Alleen recht bescheiden:

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Aber das ist doch ganz christlich - oder? Dieses arme Kind in der Krippe sollte doch wohl nicht mit Lichtorgeln und Lichterketten empfangen werden? Wir bleiben bescheiden und das ist gut so und muss so bleiben in unserer protestantisch-preußischen Siedlung.

pen meldet sich zu Wort: Was macht eigentlich die Strullerbude

in der Boyenallee?

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Erinnert das nicht ein bißchen an die Knutschtonnen, die in den 70er Jahren zu Selbsterfahrungzwecken aufgestellt wurden (vergeßt halt mal die 68er). Ein Vorbote des Weihnachtsmarktes der IGSH? Eine Art Jägersitz für Spionageaktivitäten aus dem Eichkamp? Oder einfach eine patente Hauserweiterung (der Bezirk empfiehlt: den Quadratmeter Bürgersteig für sensationelle 160,00€ inkl. Grundbucheintrag). NeinNein. Es ist da, damit Handwerker Ihre Notdurft verrichten können. Das ist sehr gut so. Denn noch niemand ist jemals in einen Haufen Dixie getreten.

netd@ys berlin europa: Blogs noch mehr stärken!

Nach dem Berliner Blog-Kongress im April 2007 bieten nun die netd@ys mit einem Veranstaltungsprogramm an verschiedenen Berliner Standorten mit Internetaktivitäten die Möglichkeit, unter anderem über den Stand der Entwicklung bei den Blogs informiert zu werden. Z.B. sprach heute ein Internet"guru" aus Darmstadt im Schöneberger Lernhaus: Prof. Dr. Franz Josef Röll entfaltete ein mitreißendes Szenario über ein völlig neues E-Learning, das den letzten überholten Bildungsstaub aus Pädagogenköpfen pusten dürfte.

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Aber wie die jüngsten Bildungsideal-Debatten im Tagesspiegel zeigen, muss hier noch viel Pionierarbeit geleistet werden (trotz einer millionenschweren Computerwirtschaft), um das Internet als Bildungsinstrument zu etablieren. Und die beamteten Lehrerköpfe bewegen sich deutlich schwer, was sogar in der Schulverwaltung beklagt wird, so dass alle auf einen Generationswechsel mit neuem Schwung hoffen. Die Botschaft von Prof. Röll war zwar bescheiden, doch selbstbewusst: Mit kleinen Projekten an vielen Stellen zeigen, was Lernen und Kommunikation im Internet zu leisten vermag. Dabei kommen wir lokalen Blogger in der Siedlung Heerstraße und in Eichkamp auch ins Spiel: Was hier auf diesen Seiten versucht wir, ist Zukunftsarbeit, die wir gezielt immer weiter betreiben müssen. Wenn der Eichkampblog von der Erhöhung der Schlagzahl der permanenten Nachrichten spricht, so zeigt das doch ein klares Verständnis von Kontinuität, die dem Blog immer mehr Nutzer zuführen kann und wird. Erweitern sollten wir allerdings noch unsere Kommunikationskreise, so zwischen den Blogs (was ja gelegentlich auch geschieht) und vor allem zur jüngeren Generation. Die Waldoberschule hat z.B. eine sehr aktive Homepage, auch hier wäre ein Austausch zu wünschen. Oder auch die Aufnahme von Kinder- und Jugendthemen in unsere Siedlungsblogs - wie gesagt, viele kleine Blogaktivitäten schaffen eine neue, interessante und lebendige Kommunikation für alle Nachbarn, ob jung oder alt.

10.000 Menschen besuchen in 10 Monaten den Kurländer Platz!

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Ganz schön viel für den kleinen Platz in unserer Siedlung, oder? Aber nein, gezählt wurden doch die Besucher dieses Blogs www.kurlaenderplatz.twoday.net, wie der Besucherzähler rechts unten ausweist.
Vielen Dank, liebe Dauer- oder Gelegenheitsbesucher, kommen Sie wieder! Wir freuen uns über Ihren Besuch. Und nicht vergessen: Sie können sich auch einmischen, einfach auf "Kommentar verfassen" klicken und dann sind Sie dran.

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Lesermails / -kommentare

Lecker
Toll gemacht! Fernsehköche Adieu.
Suschna (anonym) - 2008.06.17, 10:18
Dankeschön!!
Es war wirklich ein schönes Fest. Auch war es...
Kyra Ritschewald (anonym) - 2008.06.04, 13:55
ZU VERSCHENKEN!
Mit diesem Hinweis - auf einer A3 oder A4 Seite - wurden...
macroha - 2008.05.18, 23:12
Na, wenn der Rasen in...
wird ja alles wieder gut. Da gab es doch die skeptischen...
schue - 2008.05.15, 23:07
Zufall, keine Montage.
Als alter Wassersportler ist mir die Tradition als...
macroha - 2008.05.13, 20:13
Prost bei Durchblick!
Übrigens Blickachse: In einer TV-Sendung über...
schue - 2008.05.13, 20:00
Unsere Briefträgerin
Bei dem Berg muss sie ja sausen und dennoch: Bei uns...
ebeli - 2008.05.09, 22:53
Bekanntes Gesicht, unbekannter...
so ist das nun mal mit Leuten, die unseren alltäglichen...
schue - 2008.05.09, 09:39
Hier noch einmal die...
des Senats aus dem Jahre 1995 auf unsere Fragen - als...
macroha - 2008.05.07, 20:38
Ein schöner und...
der mich völlig überzeugt. Als Kunstbetrachter...
schue - 2008.05.05, 09:07

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